
Initiative 2011/2012:
So wollen wir wohnen
Generationengerecht · Integriert · Nachhaltig
- Schirmherrschaft: Winfried Kretschmann MdL,
Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg -
Der demographische Wandel unserer Gesellschaft wird die Rahmenbedingungen für das Planen und Bauen in den kommenden Jahren neu definieren.
Angesichts der langfristig sinkenden Bevölkerungszahlen und der Verschiebungen innerhalb des Altersaufbaus, aber auch der Veränderungen der Haushaltsgrößen aufgrund neuer Wohn- und Lebensformen gilt es, ein neues Miteinander der Generationen zu finden, das gleichermaßen den Bedürfnissen von Jung und Alt entspricht und ihre spezifischen Kompetenzen wechselseitig fördert.
Die Initiative 2011/2012 will aus diesen Gründen Wohnkonzepte im Bestand wie auch im Neubau auszeichnen, die auf architektonischer, städtebaulichsozialer, ökologisch-wirtschaftlicher und kooperativ-organisatorischer Ebene überzeugende Antworten auf den demographischen Wandel und seine Folgen geben. Die Begriffe generationengerecht, integriert und nachhaltig stehen dabei für den ganzheitlichen Ansatz:
- Generationengerechte Wohnungen, Gebäude und Einrichtungen im Wohnumfeld ermöglichen ein produktives, synergetisches Zusammenleben von Jung und Alt.
- Integrierte zentrumsnahe Standorte tragen aktiv zur Daseinsvorsorge bei, unterstützen die Bildung von Nachbarschaften und fördern so die Kommunikation und das Miteinander der Generationen.
- Nachhaltige Gebäude sind umwelt- und energietechnisch ressourcenschonend gestaltet und zeichnen sich durch innovative Finanzierungsund Erhaltungskonzepte aus.
Gesucht werden Antworten auf folgende Fragen:
- Wie wollen die Generationen zukünftig zusammen wohnen und wie kann das Wohnungsangebot in Bestand und Neubau bedarfsgerecht weiterentwickelt werden?
- Welche Bausteine gehören zu einer generationengerechten sozialen Infrastruktur?
- Wie können für die zunehmende Zahl pflegebedürftiger Hochbetagter angemessene Angebote zur Verfügung gestellt werden, in denen sich Wohnen und Daseinsvorsorge verbinden?
- Wie können Finanzierungs- und Fördermodelle einer veränderten Bauherrenschaft, aber auch neuen Anforderungen an den Gebäudebestand angepasst werden?
- In welchen Organisationsformen und Beteiligungsverfahren können die Bürgerinnen und Bürger ihre Wohnwünsche und Kompetenzen am besten zum Ausdruck bringen?
In direktem Zusammenhang mit der Initiative stehen Bestrebungen der Landesregierung, qualitätvollen Wohnungsbau an städtebaulich integrierten Standorten zu unterstützen und die Förderangebote und baurechtlichen Vorschriften für einen innovativen und experimentellen Wohnungsbau zu öffnen.
So beabsichtigt die Landesregierung Baden-Württemberg – entsprechend dem Landeswohnraumförderprogramm – im Rahmen der Initiative nicht nur umgesetzte Projekte, sondern auch Projekte mit konzeptionellem Charakter zu prämieren, die sich aber durch einen konkreten Orts- und Realisierungsbezug auszeichnen sollten. Zudem wird angestrebt, das Thema der Initiative auch in den Lehrprogrammen der Hochschulen zu verankern, etwa in Form von Studentenwettbewerben.
Zur Ausschüttung stehen Preisgelder in Höhe von insgesamt 80.000
Euro bereit.
Einsendeschluss ist am 1. Dezember 2011.
Die Verfahrensbeschreibung ist für alle Interessierten hier abrufbar (PDF-Dokument 831 KB).
Wir laden Sie herzlich ein, sich mit kreativen Konzepten und gelungenen Projekten für lebenswerte Städte und Gemeinden, Quartiere und Nachbarschaften, Wohnungen und Versorgungseinrichtungen an unserer Initiative zu beteiligen.
Download von Dokumenten
Pressemitteilung zum Auftakt 12.09.2011
(PDF-Datei 138 KB)
Verfahrensbeschreibung
(PDF-Datei 831 KB)
Erhebungsbogen (aktualisiert)
(PDF-Datei 268 KB)
Logo der Initiative 2011/2012:
(TIF-Grafik
als ZIP-Datei 747 KB)
